Was sind Ökofonds?
Ökofonds sind Fonds, die in erster Linie
in ökologische, nachhaltige und ethisch korrekte Unternehmen investieren.
Diese nachhaltigen Geldanlagen suchen sich ihre Investitionen nach bestimmten sozialen und ökologischen Kriterien aus.
Wie diese Kriterien genau aussehen, werden vom Fond-Management festgelegt. Häufige werden in
erneuerbare Energien und biologische Güter (Bio Produkte) investiert.
Ausgeschlossen werden alle Nicht-sozialen und ökologischen Industriezweige, wie Atomkraft, Waffen, Alkohol und Glückspiele.
Viele sehen die Investition in einen Ökofonds als eine doppelten Profit, da neben der Kapitalvermehrung auch die Unterstützung von Umweltschutz und sozialen Unternehmen eine wichtig Rolle spielt.
Ökofonds gehören zu einer relativ neuen Anlageform, die aber durch den ökologischen Wandel unserer Gesellschaft und den wachsenden Markt für erneuerbare Energien
sehr gute Zukunftsaussichten hat.
Weitere Hintergründe zu Ökofonds:
Die immer weiter wachsenden Probleme eines hohen CO2 Ausstoßes und die Knappheit fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas machte in den letzten Jahren erneuerbare Energien interessant.
Die Solarbranche oder Hersteller von
Bioethanol erlebten einen regelrechten Boom. Unternehmen, die noch vor kurzer Zeit unbekannt waren, wuchsen zu Global Playern heran und machen seither Milliarden schwere Umsätze mit ihren Produkten.
Ökofonds nutzen u.a. den Trend zu erneuerbaren Energien. Sie investieren in Unternehmen, die
ökologisch sinnvolle Produkte entwickeln und erzeugen und profitieren von deren Zukunftschancen. Längst ist die Rendite für viele Anleger nicht mehr der einzige Faktor,
der über die Anlageentscheidungen beeinflusst. Viele Investoren setzen verstärkt auf
Nachhaltigkeit und ökologische Themen.
Verantwortungsvolles Investieren liegt im Trend. Ökofonds sind da oftmals die erste Wahl, da sie genau die Anforderungen dieser anspruchsvollen Anleger erfüllen.
Ökofonds werden oftmals als geschlossene Beteiligung auferlegt und finanzieren zum Beispiel ein oder einige wenige Projekte aus den Bereichen Windenergienutzung, Biotreibstoffe, Wiederaufforstung von Waldgebieten oder Solarenergie. Bei geschlossenen Ökofonds geht der Anleger zwar tendenziell höhere Risiken ein,
als bei offenen Fondsprodukten, jedoch bieten geschlossene Beteiligungen oft bessere Renditechancen. Dafür binden sich Investoren allerdings bis zum Laufzeitende an das Produkt. Nicht selten liegt die Gesamtlaufzeit einzelner Beteiligungen bei 10 oder 20 Jahren. Der Anleger wird dabei zum stillen Teilhaber eines Unternehmens.
Die meisten geschlossenen Ökofonds sind nämlich als Kommanditgesellschaft oder GmbH aufgelegt.
Selbstverständlich gibt es auch offene Ökofonds. Bei diesen Produkten handelt es sich im Grunde genommen um ganz konventionelle Investmentfonds, die von einer Kapitalanlagegesellschaft (Fondsgesellschaft) angeboten werden. Der Ausgabeaufschlag bei Investmentfondsprodukten liegt zwar ebenfalls oft bei bis zu 5 Prozent,
allerdings sind einige Produkte auch über die Börsen handelbar (als
ETF), sodass der Handel mit einem geringen Spread möglich ist. Auch der vorzeitige Verkauf ist bei offenen Ökofonds in der Regel jederzeit problemlos und gebührenfrei möglich. Daher bieten offene Ökofonds erhebliche Vorteile gegenüber geschlossenen Ökofonds.
Wie oder wo Ökofonds letztlich investieren, hängt in erster Linie von den Entscheidungen des Fondsmanagements ab. Bei geschlossenen Ökofonds weiß der Käufer schon vorher ganz genau, wo sein Geld wie investiert wird. Bei offenen Ökofonds muss er dagegen voll auf die Kompetenzen des jeweiligen Fondsmanagements vertrauen. In der Regel zahlt es sich aus, wenn man offene Ökofonds nur von Fondsgesellschaften erwirbt, die bereits lange am Markt sind und über eine entsprechend fundierte Erfahrung verfügen.
Vor allem bei Fonds, die diese Merkmale erfülle, können Anleger in der Regel mit
guten Renditen rechnen. Allerdings sollten auch die Risiken einer konzentrierten Anlage in Ökofonds nicht vernachlässigt werden. Wie bei Themeninvestments üblich, korrelieren die Aktien einzelner Unternehmen oft sehr stark miteinander. Allerdings lässt sich durch Diversifikation auf verschiedene Unternehmen in verschiedenen Branchen eine relativ
gute Streuung der Risiken erzielen, sodass eine Branchenkrise der Windenergie nicht zwangsläufig eine starke Dezimierung des Fondsvermögens bedeuten würde. Dem Anspruch einer breiten Streuung werden die meisten Ökofonds übrigens weitestgehend gerecht, da die Nachfrage nach spezialisierten Branchenfonds eher gering ist.
Anleger, die breit sind Risiken eingehen können und etwa auf eine einzige Branche setzen möchten, sollten sich eher im
Zertifikatemarkt orientieren. Hier finden Investoren Zertifikate, die die verschiedensten Themen fokussieren und sich zum Beispiel auf spezielle
Solarindizes beziehen.
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