Studienfonds


Neben viele Geldanlagen, die schon seit Jahren und Jahrzehnten am Kapitalmarkt vorhanden sind, gibt es natürlich auch immer wieder neue und innovative Formen der Geldanlage. Dazu zählen sicherlich auch die so genannten ökologischen und ethnischen Geldanlagen.

Eine Art von Geldanlage, die ebenfalls in diesen Bereich fällt, sind die Studienfonds. Diese Art von Fonds sind nicht unbedingt mit den klassischen Investmentfonds zu vergleichen, da sie in erster Linie einen bestimmten Förderungszweck erfüllen sollen. Durch die Studienfonds soll es den Studenten ermöglicht werden, durch finanzielle Hilfe in Form von Darlehen ihr Studium rechtzeitig und recht problemlos (in finanzieller Hinsicht) abschließen zu können. Der Studienfonds an sich hat also die Aufgabe, finanzielle Mittel in Form von Geldeinlagen von privaten Kunden zu sammeln, um dann in der Folge den Studenten Kredite zur Verfügung stellen zu können.

Selbstverständlich ist der Studienfonds keine Art "Almosen" an die Studenten, sondern diese müssen die erhaltenen Darlehen nach Beendigung des Studiums mit Eintritt in das Berufsleben mit Zinsen zurück zahlen. Hier liegt auch die Rendite der Anleger, der in die Studienfonds investiert, nämlich durch den indirekten Erhalt der vom Studenten zu zahlenden Kreditzinsen. Der Studienfonds an sich dient also einer Finanzierung, die der Allgemeinheit, in dem speziellen Fall den Studenten, zu Gute kommt, und fällt daher in den Bereich der ethnischen und ökologischen Geldanlagen.

Diese Anlageform hat zwar nichts direkt mit Ökologie im Sinne von Natur zu tun, aber wenn man den Begriff der ökologischen Geldanlagen näher definiert, fallen darunter eben auch Geldanlagen, die im weitesten Sinne der Umwelt zu Gute kommen, wozu auch ein Teil der Gesellschaft und deren Umfeld zählt. Studienfonds werden im momentan nur von wenigen Unternehmen emittiert. Zudem ist in nahezu allen Fällen eine Mindesteinlage von 10.000 Euro seitens des Kunden gewünscht. Es handelt sich bei den Studienfonds ach nicht um "offene" Fonds, wo der Anleger seine Anteile jederzeit wieder verkaufen kann, sondern die Laufzeit beträgt in der Regel 9-10 Jahre. Im Gegenzug dafür liegt die Rendite der Studienfonds allerdings auch bei ca. 6% Prozent, wobei die Anlage an sich als relativ sicher gilt, auch wenn es natürlich stets Kreditausfälle geben kann, wenn Studenten nach dem Abschluss ihres Studiums keine feste Stelle bekommen und dann auch nicht das Darlehen aus dem Studienfonds zurück zahlen können. Auch seitens der Studenten sind die Kredite aus den Studienfonds sehr beliebt, da die Rückzahlung erst dann erforderlich wird, wenn der ehemalige Student auch die Möglichkeit dazu hat, nämlich nach Eintritt ins Berufsleben.
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